- Grundlegendes -

 Grundlegende Informationen zu Python regius

 

 Mit einer Gesamtlänge von durchschnittlich 90 -  120 cm  zählt  der Königspython

 zu den kleinsten Riesenschlangen. Einzelne Exemplare, die eine Länge von

 180 cm und mehr erreichen, sind die Ausnahme. In diesen Fällen handelt es

 sich fast ausschließlich um adulte Weibchen, welche in der Regel auch etwas

 größer werden als ihre männlichen Artgenossen.

 

 Die Vorkommensgebiete von Python regius beschränken sich auf die offenen

 Savannen und wenig bewachsenen Waldgebiete in West– und Zentralafrika.

 Den größten Teil seines Lebens lebt er versteckt in Nagerbauten und

 Termitenhügeln, wo sehr konstante Temperatur– und Luftfeuchtigkeitswerte

 festzustellen sind. Um ihn in Gefangenschaft erfolgreich zu pflegen und auch

 nachzuziehen, ist es von existenzieller Wichtigkeit, ihm die tropischen

 Bedingungen zu schaffen und ihm die Möglichkeit zu bieten, sich versteckt und

 ungestört zurück ziehen zu können.

 

 Anfang März –  Ende August

                              Terrarium/ Rack        Unterschlupf

 Tagsüber              26 – 32 C°,                    30 – 33 C°

                                50 – 60 % Lf.

 

 Nachts                  24 – 26 C°,                    26 – 28 C°

                                60 – 70 % Lf

 

 Anfang September – Ende Februar

                             Terrarium/ Rack        Unterschlupf

 Tagsüber              26 – 28 C°,                    27 – 30 C°

                                40 – 50 % Lf.

 

 Nachts                  22 – 24 C°,                    24 – 26 C°

                                50 – 60 % Lf

 

 Wichtige Hinweise:

 

   - Geringe Abweichungen dieser Werte führen prinzipiell nicht zu

      Problemen, allerdings ist darauf zu achten, dass die Nachttemperatur

      nicht unter 22 C° abfällt.

 

   - Der Tages– und Nachtrhythmus trägt zum Wohlbefinden der Tiere bei.

      Es ist fast immer festzustellen, dass unmittelbar nach dem Erlöschen der

      Lichtquellen die Aktivitätsphase der Tiere beginnt.

 

   - Ausschließlich gesunde Tiere, die auf keinerlei Anzeichen von

     Atemwegsinfektionen  hinweisen, sollten den kühleren Tages– und

     Nachttemperaturen ausgesetzt werden. Bei erkrankten Tieren ist auf eine

     zu starke Nachtabsenkung zu verzichten. Hier ist es zu empfehlen, die

     Temperatur konstant bei 28 – 30 C° zu halten.

 

 

 Um den Königspython erfolgreich zu züchten, ist das Einleiten der kühleren

 und etwas trockeneren Jahreszeitsimulation von Anfang September bis

 Ende Februar sehr zu empfehlen. Aber auch bei Tieren, die nicht zur Zucht

 eingesetzt werden, macht sich die Ruheperiode sehr positiv bemerkbar, da hier

 der Stoffwechsel herunter gefahren wird und die Schlange dadurch einen großen

 Teil des Jahres weniger Energie verbraucht, was auf Dauer zu einer längeren

 Lebenserwartung beiträgt. Wichtig ist hierbei, die Absenkung der Temperaturen

 in Etappen durchzuführen. So kann das Tier sich langsam an die veränderten

 Bedingungen gewöhnen und anpassen. Eine zu schnelle Absenkung und zu hohe

 Luftfeuchtigkeitswerte bei kühleren Temperaturen führen sehr häufig zu

 Infektionen der oberen Atemwege.

 

 Marius Zemla ©

 

 
 

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