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- Fressverhalten - Das
Fressverhalten des Königspythons
Das
Fressverhalten dieser Riesenschlange hat schon den einen oder
anderen
Schlangenhalter
zur Verzweiflung gebracht. Als Jungtier stürzt sich das Tier
noch
auf alles, was sich bewegt und plötzlich wird jegliches Futter
verweigert.
Obwohl
man als Pfleger rein gar nichts an den Haltungsbedingungen geändert
hat.
Woran kann das liegen?! Diese Frage beschäftigt einen so intensiv,
dass
man
beginnt, hier und da an der Einrichtung zu basteln, die Temperaturen
erhöht,
die
Schlange umsetzt, zum Tierarzt fährt usw.
All
diese Bemühungen werden sich in der Regel nicht auszahlen
(es
sein denn, das Tier ist tatsächlich erkrankt und der Besuch beim
Tierarzt
war
erforderlich !) sondern führen eher dazu, dass sich der
Königspython
in
seinem Verhalten noch extremer zeigt. So kommen Angabenzustande, in
denen
Königspythons
knapp 2 Jahre lang das Futter verweigert haben.
Was
kann ich tun, um diesen Zustand zu verändern ?
Antwort:
In den meisten Fällen einfach nur abwarten und das Tier in Ruhe
lassen.
Meist
ist dieses Verhalten bei Böcken ab einem Alter von 1 ½ Jahren und
ab
Beginn der Paarungszeit festzustellen. Obwohl der Pfleger die
Temperatur und
die
Luftfeuchtigkeit konstant hält, wird sich das Verhalten des Tieres
verändern.
Grund
hierfür ist der Luftdruck, der sich jahreszeitbedingt ändert,
auf welchen
wir
als Halter der Tiere natürlich keinen Einfluss nehmen können.
In
den allermeisten, nicht stressbedingten Fastenperioden ist dies der
einfache
Grund,
warum sehr viele Tiere plötzlich die Nahrung für einige Wochen
oder
sogar Monate verweigern. Da dies zum natürlichen Verhalten des
Tieres
gehört,
braucht man sich in der Regel auch keinerlei Sorgen zu machen. Ganz
im
Gegenteil.
In der Zeit in dem der Königspython keine Nahrung aufnimmt, zehrt er
von
seinen vorhandenen Fettreserven. Ein großes Problem bei der Haltung
dieser
Tiere
in Gefangenschaft ist die so genannte "Fettleber". Sie entsteht
bei zu
häufiger
Futtergabe und beeinträchtigt die Gesundheit und die
Lebenserwartung
der Tiere enorm.
In
welchen Abständen sollte man Futter anbieten und welche Futtertiere
eignen
sich am besten ?
Eine
Fütterung sollte maximal alle 7 – 10 Tage erfolgen (trächtige
Weibchen
sollte
man in Abständen von 4 – 5 Tagen füttern. Allerdings nur mit maximal
2
kleinen
Mäusen, sofern diese vom Weibchen angenommen werden, was nicht
immer
der Falls ist). Vorzugsweise werden Mäuse und Ratten in
entsprechender
Größe
angeboten, sie enthalten in der Regel alle wichtigen Nährstoffe.
Vorausgesetzt,
die Nager wurden im voraus hochwertig ernährt!
Das
Futtertier sollte optimalerweise nur ein wenig größer sein als der
Königspython
an seiner dicksten Stelle, um den Verdauungsprozess nicht zu
stark
zu belasten. Nach einer verhältnismäßig großen Mahlzeit ist es
angebracht
dem
Königspython erst nach etwa 14 Tagen wieder etwas anzubieten.
Einige
Exemplare scheinen sich auf bestimmt Nager zu "spezialisieren",
in
diesen Fällen macht es wenig Sinn, "krampfhaft" zu versuchen sie
umzugewöhnen.
Oftmals werden Ratten verschmäht, da sie zum einen
größer
sind und meist agiler und "offensiver" auf die Schlange zugehen, was
den
einen oder anderen Königspython "einschüchtert" , welcher sich
daraufhin
zu einem "Ball" zusammen rollt, um sich zu schützen. Ein weiterer
Grund,
warum Python regius teilweise nicht an Ratten geht, ist mit starkem
Eigengeruch
der Ratte in Verbindung zu setzen. Irgendwann kommt allerdings
in
den meisten Fällen der Zeitpunkt, an dem auch Ratten akzeptiert
werden.
Bis
es soweit ist, werden Mäuse in entsprechender Anzahl angeboten.
Das
Verfüttern von Wüstenrennmäusen (Gerbils) trägt oftmals dazu bei,
dass
sich das Tier noch mehr zum Futterspeziallisten entwickelt, daher
ist
aus
meiner Sicht davon abzuraten.
Während
der Häutungsphase sollte kein Futter angeboten werden.
Marius
Zemla ©
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